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Der Verlust der Realität

Computer eignen sich besonders, sich in ihnen zu verkriechen, alles um einen herum zu vergessen und nur noch in der virtuellen Welt zu leben. Dort werden missliebige Freunde per Mausklick abgeschaltet. Weil sich echte Beziehungen im wahren Leben aber nicht so einfach „wegklicken“ lassen, vereinsamen immer mehr Menschen. Kommunikation besteht nicht nur aus Worten. Ein Stirnrunzeln, ein Lachen oder ein verschämtes Weggucken gehören auch dazu. Das alles fehlt bei Mails, Handy-Kurznachrichten oder Facebook-Gesprächen. Versteht mein Gegenüber meine Ironie? Trifft ihn meine Hänselei tief oder lacht er mit?
Viele junge Leute haben 700 oder mehr so genannte „Freunde“ in ihrer Liste. Der ständige Minimal-Kontakt führt dazu, dass gar keine Zeit mehr ist, echte Freundschaft zu pflegen.
Deshalb würde ich durchaus zu Handy- und Facebook-freien Zeiten tendieren: Ein Tag ohne moderne Kommunikation. Wie ich das aushalte, zeigt, ob ich möglicherweise schon Internet-süchtig bin.
Eine Studie der Europäischen Union kommt zum Ergebnis, dass ein Prozent der jungen Deutschen internetsüchtig sei. Fast jeder zehnte Jugendliche in Deutschland nutzte das Internet „zu intensiv“. Ein Prozent der jungen Deutschen sei sogar „internetsüchtig“. Als internetsüchtig stufen die Forscher Jugendliche ein, die einen ständigen Drang zum Surfen verspüren, immer mehr Zeit im Internet verbringen und darüber Hobbys und echte Freundschaften vernachlässigen. In China sorgt sich die Regierung über die angeblich wachsende Internetabhängigkeit besonders von Kindern und Jugendlichen. Bis zu 13 Prozent der 20 Mio. jugendlichen Internetnutzer unter 18 Jahren seien vom Internet abhängig und behandlungsbedürftig. In Peking gibt es seit kurzem ein Behandlungszentrum für Internetabhängigkeit, das mit einer Mischung aus Therapie und militärischem Drill versucht, Herr über das Problem zu werden. Das Diakonische Werk in Hannover betreibt seit 2008 eine eigene „Fachstelle für Mediensucht“. An der Uniklinik in Mainz gibt es eine Ambulanz für Internet- und Spielesucht.

Die Beziehung zum anderen Geschlecht

Insbesondere im anglikanischen Sprachraum gibt es immer öfter Berichte über steigende Scheidungsraten unter Facebook-Einfluss. Sie berufen sich auf Statistiken von Anwälten. Hier ein Flirt, dort ein Date… Mancher soll auf diesem Wege seine Jugendliebe online wieder gefunden haben. In jeder fünften Ehetrennung werde ein ausufernder Facebook-Flirt gegenwärtig als Scheidungsgrund angegeben, heißt es in britischen Medien. In Amerika erstreiten Ehefrauen oder –männer die Zugangsdaten zum Netzwerk-Account, um Beweise für den Ehebruch zu sichern.

Auch hier ist sicher nicht das „Werkzeug“ an sich schlecht. Aber wer nicht mit Waffen umgehen kann, sollte besser Abstand halten.

Eine Bitte zum Abschluss

Und zum Schluss noch eine Bitte an alle Facebook-Neulinge
Gebt bitte nicht Euer Adressbuch frei! Wer sich neu anmeldet bei Facebook, dem wird angeboten, nach Freunden zu suchen. Damit genehmigt man dem Netzwerk, seine Mailkontakte (zum Beispiel im Outlook-Adressbuch) zu scannen. So kommt Facebook natürlich auch an die Daten von Menschen, die eigentlich gar nichts mit diesem Netzwerk zu tun haben wollen. Als ich mich in dem Netzwerk anmeldete, habe ich zunächst keine Daten eingegeben und nichts freigegeben. Facebook macht dann Vorschläge, wen man als Freund in sein Netzwerk aufnehmen könnte.  Zu meiner Überraschung erblickte ich die halbe Gemeinde. Das kommt, wenn jemand sein privates, digitales Adressbuch freigibt. Die Datenkrake lässt grüßen.
copyright: Christof Hüls

Quellen:

Facebook-Nutzungsbedingungen: https://www.facebook.com/legal/terms
www.ipsos.de Pressemitteilung vom 17. Januar 2013
Berliner Zeitung vom 27.1.2011
Die Welt online und Computer t-online vom 23.12.2009
www.heise.de
Untersuchung der Universität Athen, Kurzfassung (auf Englisch): http://www.eunetadb.eu/en/
Pressemitteilung zur Gründung einer Ambulanz zur Behandlung von Computerspiel- und Internetsucht  an der Uniklinik Mainz: https://www.uni-mainz.de/presse/20429.php
Zeit Online – Themen special: http://www.zeit.de/schlagworte/themen/internetsucht/index

Was will diese Homepage?

Computer lösen alle Probleme,
die wir ohne sie gar nicht hätten.
(Ein schlauer Zeitgenosse)

Willkommen!
Alles hat zwei Seiten: auch moderne Technik. Wussten Sie, dass die Bibel - fast schon Sinnbild “alter Technologie” - mehr zum Thema Technik sagt als die meisten annehmen? Hier finden Sie Infos rund um Thema “Christ und Computer”. Für Freaks genauso wie Fromme. Etwas über Spione auf Ihrem PC und über Menschen, die wie ein MMX von gestern sind, über Online-Bibeln und mehr.