Etwas Werbung

 



Zu den Angeboten der Woche

Der Zweck heiligt nicht die Mittel

Illegal Foto für Internet-Seite verwendet: Abmahnung

Von Christof Hüls


Das siebte Gebot „Du sollst nicht stehlen!“ (2. Mose 20)  gilt auch im Internet. Das Web ist weder ein gebotefreier Raum noch eine gesetzesfreie Zone. Das müssen immer wieder christliche Gemeinden erfahren, denen Abmahnungen ins Haus flattern. Eine freikirchliche Gemeinde  sah sich im Oktober 2013 mit Forderungen einer Fotoagentur konfrontiert.
Der Webseiten-Mitarbeiter hatte das Motiv aus einem Katalog im Internet blauäugig verwendet, ohne auf die Lizenzbedingungen zu achten. Der Besitzer der Bildrechte verlangte Schadensersatz in Höhe von mehreren hundert Euro und eine „Unterlassungserklärung“. Die Verantwortlichen wollten sich mit Rücksicht auf die laufende  Auseinandersetzung nicht äußern.
Eine Umfrage unter Gemeinden zeigte, dass derartige Probleme nicht zur Tagesordnung gehören.

"Besser selbst fotografieren!"

Der Beauftragte für Internet-Entwicklung der Evangelisch-lutherischen Kirche in Oldenburg, Pfarrer Tom Oliver Brok, hört nur sehr selten von Problemen. „Aber es ist sicherer, wenn man selber losläuft und fotografiert. Dann weiß man, wem die Rechte gehören.“ Seine Kirche arbeitet mit einem Redaktionssystem, an das sich auch Gemeinden und Einrichtungen anschließen können.  Bei den Schulungen zu diesem System würden auch rechtliche Tipps gegeben.
Michael Gruber, Sprecher der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinden (Baptisten und Brüdergemeinden) hält  Vorsicht für geboten. Etwa 80 % der 805 Gemeinden hätten eigene Internet-Auftritte. Der Bund bietet seinen Gemeinden Beratung an. Auf der letzten Bundesratstagung im Mai in Kassel beleuchtete ein Verlagsjurist die rechtlichen Aspekte einer Gemeinde-Homepage.

Besser keine Geburtstage ins Netz stellen

Dietrich Ebeling vom Bund der Freien evangelischen Gemeinden (Witten) verweist im Gespräch mit idea auf eine "Etikette“ zum Umgang mit Bildern und Daten in der Gemeinde. Darin steht beispielsweise die Empfehlung, Gemeinderäume auch als Raum des Vertrauens zu sehen. Werden Gemeindebriefe ins Netz gestellt, sollten persönliche Daten wie die Liste der Geburtstage entfernt werden.

Tipps für den richtigen Umgang mit Fotos und Daten für Gemeinden und Vereine


Wir stellen hier einige der wichtigsten Hinweise zusammen für den sicheren Weg zur Internet-Präsenz.


 Keine fremden Bilder und Texte verwenden
Auch Foto-CDs oder DVD-Sammlungen sind oft nur mit einer eingeschränkten Lizenz versehen. Sie dürfen dann nur im privaten Rahmen verwendet werden. Nutzer sollten sich die Bedingungen genau ansehen.
Dabei gibt es auch legale Alternativen. Die größeren Webprovider stellen oft kostenlos Fotos und Grafiken zur Verfügung. Eine der größten Fotosammlungen im Internet steht unter www.flickr.com  bereit. Eine Registrierung ist nicht notwendig, um Bilder zu nutzen. Unter „erweiterte Suche“ lassen sich Dateien mit „Creative-Commons“-Lizenz („schöpferisches Allgemeingut)  suchen. Zum Thema „Kirche“ beispielsweise finden sich im Katalog Tausende Motive. Allerdings sollten sich Nutzer genau die Bedingungen der einzelnen Dateien anschauen und fairerweise die Quelle und den Namen des Fotografen nennen.
Gekaufte Fotos sind nicht immer teuer: Beispielsweise liefert www.fotalia.de bereits für wenige Euro Themenfotos zu vielen Bereichen.
Das Urheberrecht gilt auch für Texte. Wer Zeitungsartikel veröffentlichen will, sollte vorher die Genehmigung der Redaktion einholen. Das Bereitstellen von Predigtmitschnitten zum Herunterladen muss mit dem Prediger abgesprochen werden.

Recht am eigenen Bild
Wenn eine Person ihre mündliche Einwilligung gegeben hat, dass ihr Foto zu einem bestimmten Zweck veröffentlicht wird, sollte es keine Probleme gegeben. Im öffentlichen Raum werden Aufnahmen problemlos angesehen, wenn Menschen nur unwesentliches Beiwerk darstellen. Eine Panoramaaufnahme aus dem Gemeindesaal mit 30 Personen irgendwo verteilt im Raum beispielsweise wäre nicht angreifbar. Wenn jedoch zwei Personen im Vordergrund stehen, zum Beispiel ins Gespräch vertieft, und der Saal nur den Hintergrund bildet, dann könnten die Abgebildeten widersprechen. Sie sollten ihr Einverständnis geben.

Personen der Zeitgeschichte
Es gibt immer Personen von besonderem öffentlichen Interesse. Die Bundeskanzlerin kann sich nicht dagegen wehren, dass ihr Foto in der Zeitung abgedruckt wird.

Kinder
Auch Kinder haben ein Recht am eigenen Bild, zusätzlich müssen jedoch die Erziehungsberechtigten ihre Einwilligung geben und zwar genau genommen beide. Das wird kompliziert im Zeitalter ständig wechselnder Partner.

Mottotage
Die beliebten Motto-Tage bergen Gefahren. Wenn eine Kindergruppe zum Beispiel einen „Asterix-Tag“ veranstaltet, wird kein juristisches Unheil drohen. Aber wenn eine Gemeinde mit Zeichnungen aus dem Comic auf Flugblättern und auf der Internet-Seite wirbt, liegt eine eindeutige Urheberrechts-Verletzung vor.

Links/Sprungmarken
Sie gelten als Empfehlungen und man sollte sich die verlinkten Seiten deshalb gut anschauen. Verbreitet eine Homepage unwahre Behauptungen, so könnten auch die Betreiber anderer Seiten haftbar gemacht werden, die auf diese Homepage verweisen. 

Impressum
Um Abmahnungen zu vermeiden, sollten Gemeinden auf Nummer sicher gehen und ein Impressum einbauen. Auch dafür gibt’s Hilfe im Internet – beispielsweise unter www.e-recht24.de/impressum-generator.html

 

Was will diese Homepage?

Computer lösen alle Probleme,
die wir ohne sie gar nicht hätten.
(Ein schlauer Zeitgenosse)

Willkommen!
Alles hat zwei Seiten: auch moderne Technik. Wussten Sie, dass die Bibel - fast schon Sinnbild “alter Technologie” - mehr zum Thema Technik sagt als die meisten annehmen? Hier finden Sie Infos rund um Thema “Christ und Computer”. Für Freaks genauso wie Fromme. Etwas über Spione auf Ihrem PC und über Menschen, die wie ein MMX von gestern sind, über Online-Bibeln und mehr.